Art Rimbaud Project: Lyrics

Resignation An Einem Maientag
[Vocals: Tony Caulfield | Music: Michael Korotschenko]

[Scroll down for an English translation of Arthur Rimbaud's original poem.]

Im Sonnenlaub des Lindenbaums,
Erstirbt Der Ruf der Jagdhornbläser.
Heller färbt die Ährenau den Berg,
Auf dem der Herr die Welt erschuf.
Aus seinen Augen unaufhörlich rinnt das Blau der Gnade
Und erhebt die Kreatur zu seinem Ebenbild.
(Zu seinem Ebenbild...)

Die Lerche weiß nicht mehr wohin mit ihrem Liebesschwur
Und schlägt am Himmel weit den Feuerkreis.
Ich, Ausbund aller Menschen aber, wie gelangweilt,
Nörgelt meine Eitelkeit herum, und stützt das Kinn auf's Knie
Und möchte hundert, tausend Meilen weit von hier,
In einer Landschaft tropisch grell
Zum Herrscher auserkoren sein.
Um meine Brust spannt sich ein schwarzes Fell,
Ich habe tausen Frauen und blieb doch allein.
(Blieb doch allein...)

Ich weiß, daß mich der Rausch, nicht der Zerfall,
Von Jahr zu Jahr entkräftet, bis ein Greis
Auf Krücken in die Grube fährt, wie all
Das laue, schuppige Geschmeiß,
Das hier gelagert unter einem Baum
In's Abendrot mit müden Augen stiert,
Die Kinder quält und auch im tiefsten Traum
Die Maske treuer Untertanen nicht verliert.

Die Kinder quält und auch im tiefsten Traum
Die Maske treuer Untertanen nicht verliert.

Die Kinder quält und auch im tiefsten Traum
Die Maske treuer Untertanen nicht verliert.


Banners of May

In the bright branches of the willow trees
The echo of the hunt dissolves,
But elegant songs still beat the air
Among the trembling leaves.
Let our blood laugh in our veins.
This place is a tangle of vines;
The sky has an angel's face.
Air and water are one and the same.
I shall go out. If bright light wounds me
I shall lie down on leaves and die.

To wait, to be bored, is too simple;
All my anguish is empty.
Let high summer dangle me
Behind its fatal glittering car.
O nature, let me die in you
Less useless, less alone,
Not like the Shepards, who will die
More or less through the world.

Let turning seasons do their worst;
To you, nature, I offer up myself,
My hunger and my everlasting thirst;
To quiet them I ask your help.
Nothing at all can ever deceive me;
We laugh with our parents when we laugh in the sun,
But I will laugh with nothing, with no one;
And I will be free in this misfortune.


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